Der Erzberg in der Steiermark, 60 km nordwestlich von Graz, ist das weltgrößte Vorkommen von Siderit und der größte Erztagebaubetrieb Westeuropas. Vermutlich wurde hier bereits von den Römern Eisenerz abgebaut. Das abgebaute Erz enthält wenig Schwefel und Phosphor, so dass es sich bestens zur Erzeugung von hochqualitativem Stahl eignet.
Ähnliche Siderit-Vorkommen gibt es in Hüttenberg in Kärnten, Österreich. Vermutlich gründet sich auf diesen beiden Lagerstätten ein Teil des sagenhaften Rufs des Eisens von Noricum.
Heute kann der Tagebau mit dem Hauly erkundet werden. Auf der Ladefläche dieses 860 PS starken Schwerlastkraftwagens erklimmt man die Terrassen des beeindruckenden Berges. Dort, wo die Terrassen wabenförmig erscheinen, treten die Stollen des ehemaligen Untertagebaus an die Oberfläche.

